Newsletter - OnlineMarketing Nr. 1
Totgesagte leben länger.
8. August 2016

Stell dir vor es ist Arbeit & keiner muss hin

industrie 4.0

genau das könnte in nicht allzu ferner Zukunft Wirklichkeit werden.

Vollautomatisierte Produktionen, selbststeuernde Autos, LKWs und Flugzeuge, vollautomatische Büros, künstliche Intelligenz und Drohnen, 3D-Drucker sowie Molekular- und Nanotechnologie. Von vielen wird diese Entwicklung als die sogenannte „Vierte industrielle Revolution“ (kurz: Industrie 4.0) bezeichnet.

 Ja es polarisiert, wühlt auf, manche lachen darüber und andere haben schlicht Angst davor. Fakt ist, es ist keine Utopie, es wird längst daran gearbeitet.

Die Frage ist, wie wir alle damit umgehen?

Den Prozess leugnen, als Utopie belächeln und wegwischen, Rezepte aus dem letzten oder vorletzten Jahrhundert auspacken oder gar Anführer wählen, die „Schuldige“ statt Lösungen suchen. All das wird uns nicht helfen.

Die Entwicklungsprozesse lassen sich weder aufhalten noch bremsen. Selbst zwei furchtbare Weltkriege und eine Weltwirtschaftskrise hintereinander konnten den Fortschritt nur kurz aufhalten. Und das in einer Zeit, wo sich wesentliche Entwicklungsprozesse auf ganz wenige Europäische Länder und den USA beschränkt haben.

Heute ist das eine andere Welt. Neben USA und Kanada und einige europäische Länder geben vor allem asiatische Länder wie China, Indien, Japan und Südkorea den Ton an.

Selbst sogenannte Entwicklungsländer werden nachziehen. Auch vor Ihnen macht Industrie 4.0 nicht halt.

Ähnlich wie während und nach der industriellen Revolution wird es teils komplett neue politische und gesellschaftliche Antworten brauchen.

Ethische, gesellschaftliche und politische Ideen und Fragen und seien sie noch so unorthodox müssen offen diskutiert und beantwortet werden.

Daher sind Ideen wie ein bedingungsloses Grundeinkommen durch „Maschinensteuern“ vielleicht noch zu früh jedoch kein ferner Wunschtraum mehr und möglicherweise die Antwort auf die Ausrottung von Armut.

Außerdem könnten (was auch jetzt bereits passiert) Menschen wieder zu Tätigkeiten zurückfinden, die sie wirklich interessieren.

Komplett neue und interessante Berufe können und werden entstehen.

Zu gering bezahlte und knochenharte Arbeiten die bis heute gemacht werden, weil sie gemacht werden müssen, könnten teils komplett wegfallen.

Der fast zwangsläufige Besitz von Dingen, wie Autos, fällt weg (geschätzte tausend Milliarden Euro werden pro Jahr weltweit für Staus vergeudet).

Der 8-Stundentag könnte auf 6 Stunden oder weniger gesenkt werden (in Schweden wird das übrigens gerade getestet).

Müllberge in Afrika (und damit Fluchtursachen) oder Müllinseln im Ozean (16-fache Größe von Österreich!) könnten der Vergangenheit angehören.

Produktionsmechanismen könnten so gestaltet werden, dass sie nahezu 100% nachhaltig funktionieren und nicht mehr auf Kosten künftiger Generationen ausgeführt werden.

Während man sich heute noch sehr über Arbeit (insbesondere körperliche Arbeit) definiert, kann und wird sich das künftig stark wandeln.

 

Die Vorstellungen klingen für manche bestimmt zu romantisch, doch wenn man sich die immer kürzeren Entwicklungssprünge von der Vergangenheit bis Heute vor Augen führt und parallel die gesellschaftlichen und politischen Veränderungen, ist das keineswegs nur eine romantische Fantasie.

 

Natürlich darf man nicht naiv sein und den Dingen einfach seinen Lauf lassen. Neue Technologien in den falschen Händen, könnten ganz anderen Entwicklungen Vorschub leisten.

Dennoch lässt sich die Entwicklung der Industrie 4.0 an sich, wie in der Vergangenheit, nicht aufhalten und man muss die Chancen, Vorteile und Risiken offen diskutieren und ansprechen.

Comments are closed.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du dich damit einverstanden.

Schließen